8. Spieltag Bezirksklasse Mitte-West

SG Geschwenda/Frankenhain I – TSV Plaue 2,5 : 3,5

An diesem 8. Spieltag der Saison 2010 ging die 1. Mannschaft der SG Geschwenda/Frankenhain mit dem Ziel an den Start, die theoretische Minimalchance im Kampf um den Aufstieg in die Bezirksliga zu nutzen.

Bei einem Sieg in diesem und dem letzten Spiel und einem gleichzeitigen Sieg der 2. Mannschaft am letzten Spieltag gegen Stützerbach I, wäre dies noch möglich.

Zu Gast war Orts – und Tabellenachbar TSV Plaue. Beide Mannschaften konnten nicht auf ihre Bestbesetzung zurückgreifen.

So ging es trotzdem ab 9.00 Uhr konzentriert zur Sache. Am 5. und 3. Brett einigten sich die Kontrahenten M. Strobel und L. Tietze, sowie M. Schubert und P. Dannhauer nach ca. 1 ½ Stunden Spielzeit auf ein leistungsgerechtes Remis. Dann kam es zu einer Niederlage für die SG Geschwenda/Frankenhain, als R. Elliger am 4. Brett gegen S. Tietze spielend, ein Grundlinienschach mit anschließendem Turmverlust übersah. Plaue ging in Führung.

H.J. Catterfeld wollte und musste die Partie gewinnen. Er konnte sich aber der defensiven Spielweise von P. Janke nicht erwähren, was zum Remis führte.

Dann schien sich das Blatt zu Gunsten der Geschwendaer zuwenden. Mit einer klasse Partie und einem schönen Matt gewann R. Otto gegen D. Tietze am 2. Brett. Es stand wieder unentschieden. Es sollte sich also alles am 1. Brett entscheiden.

K. Bussemer hatte es hier mit seiner früheren Schülerin S. Lobe zu tun. Die Partie war lange Zeit ausgeglichen. Mit zunehmender Spieldauer kam K. Bussemer in Zeitnot und die Partie brach auseinander, was im Endeffekt zum Sieg von S. Lobe und damit zum Sieg von Plaue mit 3,5 : 2,5 führte.

Mit dieser Niederlage ist der Traum vom Aufstieg wohl endgültig ausgeträumt.

 

SV Stützerbach II – SG Geschwenda/Frankenhain II 3,0 : 3,0

Um den Klassenerhalt auch rechnerisch perfekt zu machen, musste die 2. Mannschaft aus den beiden noch ausstehenden Spielen mindestens 1 Punkt holen.

Nun hatte die Ansetzung für den vorletzten Spieltag den Tabellenletzten, Stützerbach 2, vorgesehen. Die Hausherren sollten uns aber zeigen, dass sie den letzten Platz eigentlich zu Unrecht innehaben.

So konnten sie bereits nach einer Stunde am 2. Brett den ersten Punkt holen, da Wolfgang Kümmerling krankheitsbedingt noch am Samstagabend absagen musste. So ging dieses Brett kampflos an den Gegner.

2 Minuten später einigte sich dann Ralf Klötzer am 3. Brett mit seinem Gegner auf remis. Da beide Spieler merkten, wer in der Stellung auch nur den kleinsten Fehler machte, würde sie unweigerlich verlieren.

Eine halbe Stunde später nahm dann auch Thomas Schmidt am ersten Brett das Remisangebot seines Gegners an. Bis dahin hatte er immer noch gehofft, dass Blatt wenden zu können. Jedoch eine stark gedrückte Bauernstellung, mit der Drohung des Durchbruchs eines einzelnen Freibauern veranlasste Ihn, auf das Remis einzugehen.

Eine starke Eröffnung spielte am 5. Brett Dieter. Bis zum Mittelspiel sah hier eigentlich alles nach einem Sieg aus. Jedoch übersah Dieter eine Läufergabel mit Schach und musste dann den Turm gegen den schachbietenden Läufer geben. Nach einer weiteren Stunde hatte Dieter die Möglichkeit, mit einem angebotenen Damentausch nicht nur dem Gegner die Kraft zu nehmen, sondern auch noch mit frei werdenden Läufern die Turm-Qualität zurück zu holen. Leider übersah der bis hierher gut spielende Dieter Heyer diese Möglichkeit. Er wollte unbedingt die Dame behalten und übersah dabei jedoch, dass er mit dem Wegziehen der Dame gleichzeitig die Deckung seines Läufers aufgab. Der kostenlose Gewinn einer Leichtfigur beschleunigte dann enorm den Spielablauf. Zum Abtausch seiner noch verbliebenen Leichtfiguren gezwungen, konnte sein Gegner dann auch noch einen Freibauern in eine Dame umwandeln. Der Versuch von Dieter sich in ein Patt zu retten erkannte sein Gegner und setzte ihn dann nach gut 3,5 Stunden matt.

Zu diesem Zeitpunkt war eigentlich dem Sieg der Stützerbacher schon kein Stein mehr in den Weg gelegt. Thomas Heyer kämpfte am 4. Brett mit einer Leichtfigur (Läufer) weniger und Eddie hatte eine total zerrissene Bauernstellung.

Zur großen Überraschung gelang es Edgar Catterfeld jedoch, seinen Gegner immer mehr in Bedrängnis zu bringen. So vertrieb Edgar den gegnerischen König mit seinem Turm von der Grundlinie und begann den nun weit vorn stehenden gegnerischen König mit seinen eigenen Königsbauern anzugreifen. Die von Latussek herbei gezogene Dame, welche den König aus seiner exponierten Lage befreien sollte, konnte keine Entscheidung bringen. Im Gegenteil, es gelang Edgar sogar die gegnerische Dame mit seinen Bauern zu fangen. Da gab sein Gegner dann die Partie auf.

Nun hätte Ewald Sierat eigentlich nur noch das Remis Angebot seines wesentlich jüngeren Gegners Thomas Heyer anzunehmen brauchen und mit einem Remis den Mannschaftssieg für Stützerbach perfekt machen können.  Weshalb auch immer, wahrscheinlich beurteilte er den kostenlosen Läufergewinn so günstig, dass er das Remis-Angebot ausschlug und die Partie zum Entsetzen seiner Mannschaftskameraden zu Ende spielen wollte. Und hier zeigte sich die alte Weisheit: „Der Spatz in der Hand, ist besser als die Taube auf dem Dach.“ So konnte Thomas nicht nur die Leichtfigur zurückgewinnen, sondern auch noch 2 Mehrbauern. Dabei war er jedoch ständig durch die Umwandlung eines gegnerischen Freibauern bedroht. Am Ende, nach 5 Stunden Spielzeit, ging Ewald Sierat Zeittod, hatte aber auch mit Springer + Bauer gegen Turm und 4 Bauern fast keine Chance mehr auf den Sieg.

So konnte völlig überraschend dann doch noch 1 Punkt aus Stützerbach entführt werden.

Am letzten Spieltag in 2 Wochen am 02.Mai werden die Stützerbacher dann sicherlich auf Revanche sinnen, denn dann begrüßt die 2. Mannschaft von Geschwenda zu Hause auf den Kickelhähnchen den aktuellen Tabellenführer: Stützerbach 1.

Ralf Klötzer

7.Spieltag Bezirksklasse

SV Medizin Erfurt 4 : SG Geschwenda/Frankenhain I 2,5 : 3,5

Tangermann     Bussemer                0:1
Willert                 Fr. Otto                  0,5:0,5
Willert                 H.J. Schubert         0:1
Komaow            Dr.Elliger                  1:0
Rossow             Catterfeld H.J.     0,5:0,5
Flassig              Catterfeld E.         0,5:0,5


Am 7.Spieltag reisten wir nach Erfurt zum Spiel gegen Medizin 4. Auf Grund der Ausfälle von Prof.Zühlke und M.Strobel spielten wir mit H.J.Catterfeld und E.Catterfeld an den hinteren Brettern.

R.Otto hatte nicht seinen allerbesten Tag. Er konnte mit der geschlossenen Eröffnung seines Gegners nichts anfangen. Allerdings war das Remis nie in Gefahr.

Dann der 1.Höhepunkt am Spitzenbrett. K.Bussemer überspielte seinen Gegner im Mittelspiel, gewann 2 Bauern und stand vor weiterem Materialgewinn . Das wollte sich sein Gegner nicht mehr zeigen lassen und gab auf.

Kurz darauf überspielte auch M.Schubert seinen Gegner, gewann eine Qualität und die Partie.

Das Zwischenergebnis von 2,5 : 0,5 bei 3 gut stehenden Partien lies auf einen klaren Sieg hoffen. Aber schon wieder wurde es noch knapp.

Dr.R.Elliger überschätzte seine Stellung, schlug den Damentausch aus und musste 3 Züge
später aufgeben.

E.Catterfeld spielte eine gute Partie .Zum Glück übersah sein Gegner ein Matt in 2 Zügen und
willigte in die Punkteteilung ein.

H.J.Catterfeld spielte sehr sicher. Sein Gegner fand keinen Gewinnweg und musste dem Remis zustimmen.

K.Bussemer

SG Stadtilm III : SG Geschwenda/Frankenhain II   2,5 : 3,5

Vorentscheidung im Abstiegskampf?

Der 7. Spieltag sah als Begegnung den Tabellensiebten Geschwenda/Frankenhain II gegen den Tabellenachten Arnstadt/Stadtilm IV vor. Beide mussten heute unbedingt punkten um im Abstiegskampf Boden gut zumachen.

7. Geschwenda/Frankenhain II 13.5 4 : 8
8. SG Arnstadt – Stadtilm IV 14.0 3 : 9
9. SG Blau-Weiß Stadtilm III 11.5 1 : 11
10. SV Stützerbach II 9.5 1 : 11

Wenn Geschwenda heute hier 2 Punkte holen würde, wäre eventuell bei dem ausstehendem Restprogramm der 3 anderen Mannschaften bereits eine Vorentscheidung gefallen. 

Aber wie immer in wichtigen Spielen musste die 2. Mannschaft auch diesmal wieder der zu knappen Personaldecke im Schach Tribut zollen: So konnte das erste Brett (Thomas Schmidt) nicht besetzt werden, und Anja Fischer am dritten Brett musste auch passen. Dafür war aus der 4. Mannschaft Thomas Neumann nachgerückt.  Und so konnte Arnstadt/Stadtilm auch nach 60 Minuten den ersten Punkt holen. Und die 2. Mannschaft musste wie gewohnt gleich von Anfang mal wieder hinterherlaufen.

Nach eineinhalb Stunden konnte Ralf Klötzer gegen Hunder am 3. Brett ein Remis erzielen.

Mein Gegner konnte trotz starkem Angriff auf die Bauernstellung meines Königflügels keinen Durchbruch erzielen und der Damenflügel war durch die Bauern zugestellt. Da kein Gewinnweg ersichtlich war, einigte man sich bei ausgeglichenem Figurenmaterial auf Remis.

Eine halbe Stunde später sah bei Wolfgang so ziemlich alles nach Niederlage aus: 2 zu 4 Bauern, Springer/Turm gegen die Doppeltürme seines Gegners. Durch Nachlässigkeiten von Gerald Weinreich konnte sich Wolfgang zu erst den Bauern zurückholen und nach dem ersten Turmtausch auch noch den 2. Turmtausch erzwingen. Wäre sein Gegner darauf eingegangen hätte Wolfgang wahrscheinlich durch die gegnerische Bauernumwandlung verloren. Aber sein Gegner machte ihm ein Geschenk: er ließ einfach seinen Turm ungedeckt stehen. Mit nunmehr 1 Turm und 2 Bauern gegen 3 gegnerische Bauern war es nur noch Formsache.

Stark spielte am letzten Brett auch der zum ersten Mal eingesetzte Thomas Neumann. Er konnte die Partie ziemlich lange offen gestalten und musste erst kurz vorm Endspiel die Qualle hingeben: Turm gegen Läufer. Aber mit 2 Mehrbauern konnte er noch so viel Druck entfachen, dass sich sein Gegner zur Annahme des Remisangebotes gezwungen sah.

Dieter zeigte am fünften Brett, dass er eine der Stützen in der 2. Mannschaft ist. So konnte er erst seinen Springer für einen gegnerischen Turm eintauschen und sich dann auch noch 2 Mehrbauern erspielen, die auch noch Freibauern waren. Einzig eine starke Mattandrohung seines Gegners musste er noch abwehren, um dann mit seinen Freibauern auf die gegnerische Grundlinie zu marschieren und umzuwandeln. So hätten es alle anderen im Raum gespielt. Doch Dieter sah die Möglichkeit, mit Dame und Bauern matt zu sagen. Und bevor Hans-Jürgen Böttner noch eine Figur hätte dazwischen ziehen können, waren dem König auch schon alle Felder genommen. Und damit ging die 2. Mannschaft erstmals in Führung.

Mit bereits 3 Punkten konnte Thomas Heyer seine Partie beruhigt zu Ende spielen. Auf die Anweisung seines Mannschaftsleiter hin, nicht wieder zu zaubern, sondern sicher zu spielen, begnügte er sich damit, die gegnerischen Bauern abzugreifen und seine eigene Stellung zu sichern. Da ein halber Punkt zum Mannschaftssieg reichte, unterbreitete Thomas seinem Gegner Peter Pecher dann ein Remisangebot, welches dieser nach kurzem Nachdenken annahm.

Damit dürfte der 2. Mannschaft ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf gegen einen unmittelbaren Konkurrenten gelungen sein. Ob dies schon der Klassenerhalt ist, wird sich zeigen, sobald die Ergebnisse von BW 3 und Stützerbach 2 bekannt sind. Ansonsten bleibt auch noch das direkte Duell mit dem Tabellenletzten Stützerbach 2.

Für heute galt (Zitat Wolfgang Kümmerling): „Wir können nicht Schach spielen, aber wir gewinnen.“

Ralf Klötzer, ML 2. Mannschaft

6. Spieltag Bezirksklasse Mitte/West

SG Geschwenda/Frankenhain : Ilmenauer SV II 4:2

Am 6.Spieltag war Ilmenau II unser Gast. Durch die Ausfälle von M. Schubert und Prof. Zühlke spielten E. Catterfeld und H-.J. Catterfeld an den Brettern 5 und 6. Da Ilmenau nur mit 4 Spielern antrat, hatten beide um 10.00 Uhr kampflos gewonnen. Mit diesem 2:0 im Rücken sollte eigentlich alles gelaufen sein. Aber es wurde noch eng.

R. Otto konnte nicht in seiner geliebten Eröffnung „Englisch“ agieren. Sein Gegner wickelte zum Damenbauernspiel ab. Nach kampfbetontem Beginn wollte keiner das letzte Risiko eingehen, so dass sich beide auf Remis einigten. 

Zu diesem Zeitpunkt bahnte sich bei R. Elliger seine erste Saisonniederlage an. Nach gutem Beginn hatte er beim Tausch von Leichtfiguren eine Fesselung übersehen, die zum Figuren-und Partieverlust führte.

M. Strobel agierte zu planlos und hatte Glück das sein Gegner es nicht besser machte. Die Punkteteilung entsprach den Leistungen.

Am Spitzenbrett musste die Entscheidung fallen. Und das geschah erst als beide nur noch 2 Minuten Zeit hatten. K. Bussemer konnte im Turmendspiel einen Bauern erobern und die Partie gewinnen.

Aus eigener Kraft ist der Aufstieg nicht mehr zu schaffen. Wir müssen auf alle Fälle die restlichen Spiele gewinnen. Sollte allerdings am nächsten Spieltag Stützerbach in Plaue gewinnen ist der Traum zu Ende.

K. Bussemer

SG Geschwenda/Frankenhain II – TSV Plaue I

Als 2. Mannschaft mussten wir den erneuten Ausfall von Anja Fischer kompensieren. Dafür rückte ans 6. Brett der älteste noch aktive Spieler: Rudi Heyer.

Das Spiel dauerte keine 40 Minuten und schon hatten wir am 2. Brett die erste Niederlage kassiert. Wolfgang hatte sich die bessere Stellung erarbeitet und musste eigentlich mit Bauerngewinn und Umwandlung seine Partie gewinnen. Doch stattdessen schenkte er die gewonnene Partie her, indem er zuerst seinen Springer opferte, im Glauben einen Turm zu gewinnen. Aber dabei übersah er den sichernden Läufer. Und wenn das nicht schon schlimm genug gewesen wäre, zog er anschließend mit seiner Dame ins Abzugsschach. Daraufhin gab er auf.

Bei mir entwickelte sich die Partie „bescheiden“. So kam ich von Anfang an nicht aus der Defensive und wurde auch noch von der großen Rochade überrascht. Ein wuchtiger Bauernangriff auf meine Königsflügel unterstützt von fast allen gegnerischen Leichtfiguren sollte eigentlich die Partie entscheiden. Mir blieb nur mich „einzumauern“. Nur ein beherzter Angriff mit meinen Zentrumsbauern auf die gegnerischen Leichtfiguren schaffte mir etwas Luft. Dieser Angriff hatte meine eigentlich schlecht stehenden Leichtfiguren sogar wieder ins Spiel gebracht und plötzlich eine optisch so starke Stellung ergeben, dass sich mein Gegner entschloss mein Remisangebot anzunehmen.

Leider konnte der extra aufgestellte „Heyer-Flügel“ diesmal so überhaupt nicht punkten. Das begann mit Dieter, der eine halbe Stunde vor einer Springergabel saß und überlegte, wie er es am besten auflösen konnte. Und die Überlegung brachte zum Schluss: obwohl gesehen doch voll rein gerammelt!

Mit dem ersatzlosen Verlust von Turm und Springer war die Partie eigentlich schon verloren. Aber die Heyer´s kämpfen ja immer. So konnte Dieter sogar einen Läufer gewinnen. Jedoch tauschte dann sein Gegner konsequent alle Leichtfiguren vom Brett, und konnte dann mit seinen drei zusammenhängenden Freibauern auf und davon ziehen. Dieter musste dann aufgeben.

Rudi zeigte mit 83 Jahren eine seiner besten Leistungen: So opferte er mit Schach seinen Turm um die feindliche Dame kostenlos zu gewinnen. Leider für uns spielte Rudi auf Sicherheit, und konnte mit Dame gegen drei Freibauern mit Turm nur ein Remis erzielen. Optisch hatte es aber nach mehr ausgesehen. Wenn er mit seinem Läufer den äußersten Bauern geschlagen und erst dann das Luftloch für seinen König geschaffen hätte, wäre vielleicht mehr draus geworden. Aber durch die ständige Mattdrohung entschloss er sich aber lieber für den Spatz in der Hand.

Thomas Heyer erarbeitete sich eine sehr gute Stellung, welche er nach eigenem Bekunden als siegfähig einstufte. Leider tauschte er aber in besserer Stellung unglücklich seine Leichtfiguren ab und verlor dabei einen Springer. Sein Gegner nutzte seinen Springer so gut, dass er es schaffte mit seinen Zentrumsbauern durchzubrechen und mit Verwandlung zu drohen. Mit dem Verlust seines letzten Turmes hätte er zwar den Bauern aufhalten können, aber nur noch kurzfristig sich des Mattsetzens erwehren können. Also war die Partie auch weg.

Die eigentlich beste Partie hatte Thomas Schmidt gespielt. Mit gutem Stellungsspiel brachte er S. Lobe in die Verlegenheit sich mit einem Remis abfinden zu müssen. Jedoch befand sich Thomas in Zeitnot. 17 Züge in 1h und 45min führten dazu, dass er zum Schluss für 15 Züge nur noch 3min hatte. Und beim „Blitzen“ ist es dann so, dass man auch einmal einen richtig schlechten Zug macht. Und den hat Thomas dann auch gefunden, so dass er kurz vorm Matt seine Partie aufgeben musste.

Mit 1:5 haben wir heute klar das Ziel Klassenerhalt verfehlt. Alle die sonst immer eine Bank in der 2. Mannschaft sind, konnten heute leider nicht punkten.

Ralf Klötzer

5.Spieltag Bezirksklasse Mitte/West

SG Blau-Weiß Stadtilm III : SG Geschwenda/Frankenhain I 2,5:3,5

Zum fünften Spieltag der Ersten durfte erstmals in dieser Saison mit Lutz Elliger ein Ersatzspieler einspringen. Prof. Zühlke war verhindert.

Die sehr junge Mannschaft des Gastgebers spielte an allen Brettern sehr motiviert und fast alle unsere Spieler kamen nicht zurecht.
Außer unser Ersatzspieler! Lutz spielte trotz langer Pause und beruflicher Belastung sehr gut und konnte ohne Probleme gewinnen.
So sah es auch bei M. Schubert lange Zeit aus. Sein Gegner hatte dem Angriff von Matthias nichts entgegenzusetzen. Matthias lies allerdings möglichen Materialgewinn aus und fand keinen Gewinnweg. Das Remis war zu wenig.
Bei M. Strobel lief es noch schlechter. Sein Gegner nutzte die ungenauen Züge gnadenlos aus und zwang Manfred zur Aufgabe.
R. Elliger hatte sich durch gutes Spiel einen Mehrbauern gesichert. Im Endspiel zeigte sich aber auch hier keine Gewinnmöglichkeit und Ralph musste in das Remis einwilligen.
R. Otto konnte mit etwas Glück den Mannschaftssieg sicherstellen. Im remisverdächtigen Turmendspiel nutzte er eine Ungenauigkeit seines Gegners zum Gewinn.
Auch K. Bussemer erwischte einen rabenschwarzen Tag. Es fehlte an Ideen und Kreativität um sich gegen den Abtauschwahn seines Gegners zu wehren. Das Remis ist viel zu wenig!

K. Bussemer

Schneechaos und Chaosschach
SV Medizin Erfurt IV – SG Geschwenda/Frankenhain II 2 : 4
Schon unsere Anreise nach Erfurt gestaltete sich überaus schwierig. So saß der Räumdienst am Sonntagmorgen wohl noch beim Frühstück als wir auf dem Weg zu Medizin waren. So kamen wir dann auch erst mit 15 Minuten Verspätung an. Aber im Gegensatz zu unserem Gegner waren wir wenigstens vollzählig. Mein Gegner hatte sich telefonisch gemeldet, dass das Andislebener Kreuz mit einer mehr als 30cm hohen Schneewehe bedeckt sei, und er nicht weiß, ob er es überhaupt schaffen würde.
Also begannen zumindest erst einmal die 5 Bretter mit Gegnern, und ich drückte die Uhr und schaute den anderen beim Spielen zu.
Wolfgang hatte in der Eröffnung bei einem Figurentausch sich einen Doppelbauern eingefangen, auf D4 und D5. Seine Auflösung mit E5 bot zugleich den Vorteil, wenn sein Gegner sie annahm und seine dahinter stehenden Läufer und Springer nicht beiseite zog, dass Wolfgang dann eine Bauerngabel auf zwei gegnerische Leichtfiguren schaffen konnte. Er zieht jedoch weg, so hält Wolfgang ein starkes Bauernpaar im Zentrum.
Leider lief es bei unseren Senioren in der Eröffnung mit Übergang zum Mittelspiel überhaupt nicht gut. Sind Dieter und Eddie, welcher für Thomas Heyer (Biathlon) nachgerückt war, sonst immer eine Bank im Punktspiel, sollten sie sich diesmal selbst in größte Schwierigkeiten bringen.
Dieter konnte seine Augen einfach nicht von einem vergifteten Bauern lassen und meinte, wenn er nur geschickt schlug, könnte er aus diesem Abtausch mit Figurengewinn hervor gehen. So brachte er Läufer und Springer zum Schlagen vor und schlug zu. Sein Gegner nahm dies auch an. Nur die weiter gedachte Überlegung ging nicht auf. So hatte Dieter des Gegners Dame mit seiner eigenen geschlagen, in der Überlegung, dass der gegnerische Turm zurück schlägt und so die Deckung für den Springer auf gibt, welchen Dieter dann kostenlos zu schlagen vorhatte. Sein Gegner schlug aber ganz anders: Anstatt die Dame den angreifenden Springer mit Schachgebot. Da Schach vorgeht, musste Dieter diesen Angriff erst einmal abwehren und verlor dann neben der Dame, im Rücktausch durch den Turm, auch einen seiner Springer. Mit einer Leichtfigur weniger war mit der Partie eigentlich schon nicht mehr viel anzufangen.
Und Eddie: Der kam aus der Eröffnung mit der schlechteren Bauernstellung. Auch waren des Gegners Leichtfiguren für einen Angriff auf Eddies Königsflügel aufgestellt. Eddie glaubte seinen Läufer für die gegnerische Königsdeckung opfern zu können. Läufer gegen zwei Bauern! Allerdings ohne einen guten Angriff auf den nun offen stehenden König war Eddie auch nicht geholfen. Nachdem der Gegner schon zwei Läufer und einen Springer zum Angriff formiert hatte, zog er jetzt auch noch seine Türme auf die H-Linie! Jetzt sah eigentlich alles nach kurzem Prozess aus.

Dagegen sahen die 3 Spiele vor mir alle richtig gut aus. Gut aus der Eröffnung gekommen, Rochade und Entwicklung der Bauern gut.
Und so konnte Anja dann auch als Erste einen halben Punkt einfahren. So hatte Anja und ihr Gegner sich gegenseitig die Läufer und den Springern und Türmen den Platz durch zugestellte Bauernreihen genommen. Deswegen einigte man sich auf Remis.
Zwei Minuten später war dann die Stunde abgelaufen, und ich konnte den kampflosen Punkt einstreichen. Mein Gegner erschien dann zwar noch mit einer halben Stunde Verspätung gegen 10:45 Uhr, hatte aber „seinen“ Kampf gegen Eis und Schnee zu spät gewonnen.
Dass angeschlagene Gegner immer die unangenehmsten sind, zeigte wieder einmal Dieter. Mit dem Verlust des Springers eigentlich auf aussichtslosem Posten, schaffte es Dieter mit einem gut durchdachten Bauernspiel solch einen Druck auszuüben, dass sein Gegner Nerven zu zeigen begann. Erst tauscht er falsch ab, dann positioniert er seine Figuren so unglücklich, dass Dieter den Springer zurück gewinnen kann. Und seinen Gegner doch noch zu einem Remis zwingen konnte.
Thomas Schmidt zeigte am ersten Brett eine gute Partie mit mehr Vorsicht als bei den letzten Partien. So hielt er sich von Anfang an etwas defensiver als zuletzt, wo er dann immer wieder Probleme bekam mit seinen Angriffen und spielte so ein gutes Remis. Er besaß zwar einen Freibauern, welcher sich jedoch nur unter Mühe hätte verwandeln lassen und durch die schlechte Linie seiner Bauern wohl auch noch teuer bezahlt hätte werden müssen.
Wolfang, der von Anfang an gut in der Partie aussah, jedoch ein schwieriges Endspiel mit Springer gegen Läufer hatte, sicherte mit seinem Remisangebot erst einmal den Mannschaftspunkt.

Eigentlich hatten wir gedacht, hier ist jetzt nichts mehr zu holen und Edgar bringt halt das Spiel noch irgendwie zu Ende. Jedoch zu welchem Ende: Sein Gegner traut plötzlich nicht mehr seiner eigenen Courage und Stärke und fängt an, unkonzentriert zu spielen bzw. dem Angriff nicht so richtig zu glauben. Und was bisher ein saustarker Angriff war, wird zunehmend ein Abtausch der Leichtfiguren im Zentrum, statt der harte Angriff auf dem Königsflügel. Und jeder Abtausch bringt Edgar besser in die Partie zurück. Und dann macht sein Gegner noch zwei „Sackzüge“ und tauscht falsch herum ab. So hat er zum Schluss nur noch die Doppeltürme und Läufer gegen Eddies Dame und Springer und drei Mehrbauern. Nun ist Eddie voll auf der Siegerstraße angekommen. Doch anstatt die einfachen Matts zu sehen, will er entweder schön oder sicher gewinnen. Also frisst man lieber unter Schach die gegnerischen Bauern mit der Dame anstatt zweizügig Matt zu sagen.

Dieser doch unerwartete Sieg hat der 2. Mannschaft den so dringend benötigten 2. Sieg gebracht.

Ralf Klötzer

4. Spieltag: Bezirksklasse Mitte/West, Spielbericht 1.Mannschaft

Am 4.Spieltag hatten wir die 3.Mannschaft der SG Arnstadt/Stadtilm zu Gast.

Auch diese Mannschaft gehörte, so wie wir zu Beginn der Saison, zu den Staffelfavoriten. Diese Ambitionen wurden durch jeweilige Niederlagen gegen Stützerbach I aber frühzeitig gedämpft. Nur der Sieger aus diesem Spiel konnte noch vage Hoffnung auf den Staffelsieg hegen.

Unsere Mannschaft trat in Bestbesetzung an. Von den DWZ Zahlen her, waren wir an den Brettern 2-6 teilweise klar überlegen. Da unser Gegner nur mit 5 Spielern antrat konnte

R.Elliger kampflos punkten. Doch das 1:0 gab unserer Mannschaft keinen Impuls.

Am 3.Brett war M. Schubert zu sorglos und saheine Minikombi des Gegners nicht. Das kostete 2 Bauern. Schade dass er dann demotiviert für meine Begriffe zu früh aufgab.


Am 4. Brett konnte W.Zühlke keine Vorteile erzielen. Die Partie verflachte schnell und endete folgerichtig remis .
R.Otto erarbeitete sich in einer sehenswerten Partie optische Vorteile. Leider verbrauchte er dabei zu viel Zeit .Diese fehlte dann kurz vor dem 40.Zug um den möglichen Gewinn einzufahren. In einer dann ausgeglichenen Stellung war es nur remis.

Am 1.Brett spielte K.Bussemer gegen den international erfahrenen M.Buring (Elo 2121). In einer durch viel Taktik geprägten Partie konnte unser Spieler gegenhalten und ein Remis erkämpfen.

Als letzter spielte noch M.Strobel.Die Partie war lange ausgeglichen bis Manfred durch eine ungenaue Spielführung Bauernmaterial verlor. Er kämpfte aber gut weiter und konnte durch ewiges Schach remis erzielen.

Das Endergebnis von 3:3 hilft uns allerdings nicht weiter. Nun haben wir schon 3 Punkte Rückstand auf Stützerbach und werden wohl unser Ziel nicht mehr erreichen können.

K.Bussemer